Alper Iseri leitet auf dem WordCamp eine offene Diskussion zur „Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger“. Ist ein solcher Verband notwendig? Wie müsste dieser Verband organisiert sein und welche Themen sollte er behandeln? Wie könnte sich dieser Verband finanzieren und wie hoch könnten die Mitgliedsbeiträge sein? Ein spannendes Thema rund um die Professionalisierung von Blogs und die endgültige Anerkennung etablierter Medien als ein zusätzliches journalistisches Angebot im Netz.
In den vergangenen Jahren hat sich das Thema Blog von einem reinen Nischenthema zu einem wichtigen Massenmedium entwickelt. So vergibt die CeBIT in diesem Jahr Presseausweise für Blogger, die denen ihrer journalistischen Kollegen in nichts nachstehen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Verkauf von Basic Thinking, der es nicht nur auf die Startseiten diverser etablierter Nachrichtenmagazine im Internet brachte sondern über das auch im Fernsehen ausführlich berichtet wurde. Solch eine Entwicklung ist sehr förderlich für das von den Medien noch sehr stiefmütterlich behandelte Thema „Bloggen in Deutschland“. In den USA und einigen anderen Ländern sieht es besser aus. Das liegt an vielerlei Gründen: Zum Einen ist die Bereitschaft, Wissen zu teilen und vor allen Dingen Netzwerke zu knüpfen deutlich ausgeprägter als in Deutschland. Zum Anderen gibt es spezielle Interessensverbände, die ihren Mitgliedern helfen und bei Missständen als Sprachrohr zu den anderen Medien dienen.
So etwas fehlt in Deutschland. Letztendlich gibt es zwar einige sehr bekannte Blogger, diese sind jedoch zum Einen untereinander und zum Anderen allgemein nicht sehr gut vernetzt. Ein Bundesverband könnte eine zentrale Organisationseinheit für vielerlei Aktivitäten darstellen:
- Regelmäßige Treffen zwischen den Mitgliedern organisieren und so einen Gedankenaustausch fördern.
- Selbstverpflichtende Grundregeln verfassen, die eine Art Ethik-Richtlinie für das Bloggen darstellen könnte.
- Große öffentlichkeitswirksame Blogpostings ihrer Mitglieder forcieren, um ein bestimmtes Thema in die breite Öffentlichkeit zu bringen.
- Rechtsbeistand bei unklaren Fragen und Mitgliederhotline.
- Schaffung gemeinsamer Studien zur Veröffentlichung und Generierung von Aufmerksamkeit durch die Medien.
- Lobbyarbeit für deutschsprachige Blogger und ihre Wünsche und Anforderungen an den Gesetzgeber.
- Pressearbeit
- Grundlagen und Informationen für Jugend- und Datenschutz
Ein solcher Verband könnte zahlreiche Aufgaben übernehmen und die Seriösität und Notwendigkeit von Bloggern in Deutschland deutlicher hervorheben. Außerdem wäre eine Lobby für Blogger ein wichtiger Gegenpol zu den Gegengruppen, die durch Abmahnungen, Klagen und direkte Kontakte zur Regierung die Arbeit von Bloggern in Deutschland deutlich erschweren.



































am 01. Februar 2009 um 14:06
Netter Ansatz und wie ich finde auch eine gute Idee. Ich muss gerade daran denken wie damals der erste esport Verband gegründet wurde. Damals wollte man das “Zocken” kommerzieller machen. Direkt mit diesem Verband für Blogger, kann man das zwar kaum vergleichen. Falls so ein Verband gegründet wird, sollten führende Blogger aus Deutschland in diesem Verband nicht fehlen.
am 01. Februar 2009 um 19:56
Hallo
also interessant finde ich diese Idee schon, wir haben ja bereits einen ähnlichen Versuch mit der Thueringerblogzentrale.de (TBZ) gestartet und hatten damals auch an eine Deutschlandweite Ausbreitung gedacht (Blogzentrale.net/.com) - leider gab es dann ein paar interne Konflikte die das Projekt sehr stark zum erliegen gebracht haben - aber ich denke das es eine schöne Möglichkeit wäre dieses Thema nochmals zu durch denken und zu diskutieren.
am 02. Februar 2009 um 07:51
[...] Raumes trifft sich am 14.Februar 2009 in Jena. Auf der Agenda steht auch die Diskussion um die Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger blogger. Die Keynote hält Matt Mullenweg→Gründer von wordpress.com und [...]
am 02. Februar 2009 um 11:06
Da kann ich ein paar Erfahrungen aus der kurzen und erfolglosen Zeit als Vorstandsmitglied des Bundesverbands deutschsprachiger Podcaster beisteuern.
am 03. Februar 2009 um 23:04
Vielen Dank für euer erstes positives Feedback zu dem Thema. Ich hoffe, dass wir die Zeit finden, das Thema ausführlich zu besprechen und voranzubringen. Gerade das aktuelle Thema bzgl. netzpolitik und der Drohung durch die Deutsche Bahn zeigt, dass ein Verband für mehr Sicherheit sorgen könnte…
am 04. Februar 2009 um 13:19
[...] hat die EFF mit der angedachten Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger zu tun? Vom Namen her nichts, aber vom Grundansatz her viel. Geschuldet ist der neue Anlauf dem [...]
am 04. Februar 2009 um 21:46
[...] möchte hier ein “Bloggerverband” für deutschsprachige Blogger [...]
am 04. Februar 2009 um 23:41
[...] für mehr Aufmerksamkeit nach außen und mehr Zusammenarbeit nach innen sorgen - so die Ideen. Mehr dazu hier in der Ankündigung der Diskussion. Mich würde Eure Meinung interessieren. Bitte stimmt doch hier einmal ab, was Ihr dazu denkt. [...]
am 05. Februar 2009 um 10:42
[...] zum Thema “Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger” (siehe auch wordcamp.de) und hält folgende Aktivitäten für [...]
am 05. Februar 2009 um 10:54
Gute Idee, mit der auch ich mir ein paar Bloggern schon einmal gespielt hatte.
Als Lawblogger hatte ich über so etwas wie eine Abmahnrechtsschutzversicherung für Blogs auch schon mit verschiedenen Versicherern diskutiert, die aber meinen, Sie könnten eine solche Versicherung aufgrund der Vielzahl von Riskiken nicht so kalkulieren, dass eine solche Versicherung zu einem interessanten Preis angeboten werden könnte.
Dennoch halte ich ein solches Projekt durchaus für spannend und werde mich an einem etwaigen Brainstorming gerne beteiligen. Leider kann ich im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal leider nicht nach Jena kommen…
Neben Henning, den Ihr ja auch in Jena als referent habt, wüßte ich auch noch ein paar andere internetrechtliche Spezialisten, die man für eine entsprechende juristische Beratung der Mitglieder ansprechen könnte. Ich jedenfalls könnte mir das gut vorstellen…
Euch viel Spass und Jena und eine fruchtbare Diskussion über einen möglichen Bloggerverband
Viele Grüsse
CU
am 05. Februar 2009 um 11:23
Einfach mal gründen, den Verband! Wenn’s nicht funktioniert, lässt man’s halt nach einem Jahr bleiben, no questions asked.
am 05. Februar 2009 um 11:25
[...] das Thema “Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger” (mit Verweis auf wordcamp.de) auf und zieht nach Abwägung einzeler Aspekte sein Fazit: Warum ein Bloggerverband keinen Sinn [...]
am 05. Februar 2009 um 12:29
[...] Was könnten diese sein? Diese Frage stellt sich auch der eigentliche Diskussionsführer Alper Iseri. Ein Bundesverband als Sprachrohr für Blogger könnte die Organisationseinheit zahlreicher [...]
am 06. Februar 2009 um 08:26
[...] Rahmen eines Workshops auf dem WordCamp will Alper Iseri seine Idee eines Bundesverbandes für Blogger vorstellen und [...]
am 06. Februar 2009 um 16:39
Interessantes Vorhaben, das ich gerne mitlese.
Was ich aus eigener Erfahrung in der Vorbereitung hilfreich fände: Nehmt Kontakt zu den Gründern ähnlicher Initiativen auf. Mit deren Erfahrungen können Abkürzungen gefunden und Fallen umgangen werden.
am 07. Februar 2009 um 14:44
Prinzipiell finde ich das gut, aber nachdem ich sehr schlechte Erfahrungen mit Vorstandsarbeit gemacht habe, stehe ich Verbänden im Moment sehr skeptisch gegenüber.
am 09. Februar 2009 um 16:30
[...] Rücken stärken. Daher ist es nicht sehr verwunderlich, dass mittlerweile vielen Ortes darüber diskutiert [...]
am 10. Februar 2009 um 12:15
Ich finde es eine gute Idee. Und mich freut die Wortwahl “deutschsprachig”, die auch Blogger aus Österreich integriert.
So etwas könnte auch ein Qualitätssiegel für Blogger sein, die das ernstzunehmend betreiben.
Herzliche Grüße
Alex K.
am 11. Februar 2009 um 19:58
Wow - was für ein Feedback. Die differenzierten Meinungen zeigen zumindest, dass ein generelles Interesse da ist. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam im Workshop bzw. bei der Diskussion so alles herausarbeiten können. Wir sehen uns Freitag (ich bin schon früher da) oder eben Samstag :-)
am 18. Februar 2009 um 18:16
Ein Blogger-Verband wäre eine gute Idee. Ich wäre dabei!
Selber habe ich gute Feedbacks auf Bloggen bekommen, und konnte damit ein super Grundlage für meine künftige Arbeit schaffen, und wurde auch somit Mitglied im Verband der Deutschen Pressejournalisten e.V. In diesen Verband werden auch Blogger als Journalisten akzepiert. Und habe sehr gute Erfahrungen machen könnten.
Aber ein Deutscher Blogger-Bundesverband wäre sehr gut! Denn wir werden gebraucht…
Lars Michael Lehmann
am 06. April 2009 um 17:57
[...] Der Herr probek hat vor ein paar Tagen genau das getan: er hat seine Gedanken zu einer Interessenvertretung für Blogger aufgeschrieben. Zugegeben, das Thema ist nicht neu, und die letzte mir bekannte ausführlichere Diskussion liegt noch gar nicht lange zurück. [...]
am 27. Juni 2009 um 19:33
[...] sind schon einige Workshos bekannt, wobei ich denke, dass der Workshop Diskussion zur Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger sehr interessant sein dürfte und bei vielen auf Interesse [...]
am 01. Dezember 2009 um 08:22
[...] ganz einfach und ganz logisch … und völlig ausreichend. Da braucht man keinen Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger oder einen Blogger Kodex der genau ALLES regelt. (Meine [...]